Siempelkamp in den ASEAn-Staaten
Präsenter Partner in Singapur und Kuala Lumpur
Siempelkamp in den ASEAN-Staaten: Bereits 1979 etablierte Siempelkamp eine Präsenz in Singapur – Konsequenz der ersten Geschäftskooperationen in Südostasien. Fast 40 Jahre später unterstützt Siempelkamp Pte. Ltd. Singapore Holzwerkstoffproduzenten in den ASEAN-Staaten mit Neuanlagen, Ersatzteilen und Dienstleistungen – und hat rund 45 Anlagen in diesem Markt verkauft. Welche Erfolgsstorys brachten Anlagenbetreiber mit ihrem deutschen Partner auf den Weg? Wir sprachen mit Henning Gloede, seit 1992 in Singapur für Siempelkamp vor Ort.

Bereits Ende der 1970er Jahre startete die Erfolgsgeschichte Siempelkamps mit den ersten abgeschlossenen südostasiatischen Geschäften auf den Philippinen und in Thailand. Damit war klar, dass die Siempelkamp-Präsenz in diesem Teil der Welt verstärkt werden musste. Im April 1979 wurde die ,Germapore Machine Manufacturer Private Limited’ in Singapur gegründet – ein Unternehmen, an dem Siempelkamp 50 % der Anteile hielt.
Als in den 1980er Jahren die Wirtschaft in Asien boomte, wuchs die Nachfrage nach Plattenprodukten insbesondere in der Möbelindustrie rasant schnell – und damit korrespondierend die Nachfrage nach Siempelkamp- Pressenkonzepten. Vier weitere Verträge in fünf Jahren waren die Folge. Naheliegend also, dass Siempelkamp 1982 Germapore komplett übernahm und von diesem Zeitpunkt an seine eigenen Geschäfte in Asien betrieb. 1989 wurde Siempelkamp Pte. Ltd. Singapore unter dem heute bekannten Namen gegründet. Der Geschäftsbereich umfasst alle ASEAN-Staaten mit Schwerpunkt auf Indonesien, Malaysia, Thailand und Vietnam.
Der Fokus war darauf ausgerichtet, den schnell wachsenden Bedarf an Holzwerkstoffplatten in Asien mit neuen Siempelkamp-Produktionsanlagen zu bedienen. Mit den weltweit größten Holzreserven aus natürlichen Wäldern sowie Kautschukbaumholz aus äquatorialen Plantagen war das Potenzial in diesem Gebiet groß. „Diese ‚neuen‘ Arten führten zu zukunftsweisenden Entwicklungen bei Siempelkamp und somit zu der bahnbrechenden ersten Verwendung des Gummibaums für die Produktion von MDF, was neue Maßstäbe in der Branche setzte“, berichtet Henning Gloede, Geschäftsführer Siempelkamp Pte. Ltd. Singapore. Die intensive Entwicklungsarbeit und die Erfahrungen, die man aus den ersten Anlagen mit dieser neuen Holzart gewann, sicherten Siempelkamp in der Holzwerkstoffindustrie Südostasiens einen Platz in der ersten Reihe. Bis heute hat Siempelkamp dort 45 Anlagen verkauft.
Gegenwart und Vision
Mit einer auf nun 45 Anlagen angewachsenen installierten Maschinenbasis gewinnt die zeitnahe Versorgung unserer Kunden mit Ersatz- und Verschleißteilen sowie den dazugehörigen Serviceleistungen immer mehr an Gewicht. „Dabei konzentrieren wir uns darauf, Lieferzeiten und Kosten zu verringern. Die Kundendienstleistungen erweitern wir kontinuierlich, indem wir unser Wissen auf ein größeres Team von lokalen Ingenieuren übertragen, die mit den örtlichen Bedingungen und der Mentalität in Südostasien vertraut sind“, so Henning Gloede.
Diese Kompetenz bündelt die 2007 gegründete Niederlassung von Siempelkamp Singapur in Kuala Lumpur, Malaysia. Dieser Schritt erschloss die Möglichkeit, die qualifizierten Arbeitskräfte dieses Landes zu nutzen und das Fundament für den nächsten Schritt in Siempelkamps Südostasien-Aktivitäten zu gehen. Die Einrichtung lokaler Montageund Inbetriebnahmeteams treiben den Siempelkamp-Kundendienst und die Marktführerschaft weiter voran.
Heute sind bei Siempelkamp Pte. Ltd. Singapore und in der Niederlassung in Kuala Lumpur fünf engagierte Mitarbeiter für den Vertrieb und Erwerb von Neuanlagen, Ersatzteilen und Dienstleistungen für vorhandene Siempelkamp- Anlagen sowie für Pressen von Metso/ Küsters verantwortlich. Weitere 25 Mitarbeiter arbeiten als Service-, Montage- und Inbetriebnahme-Ingenieure in der Niederlassung in Kuala Lumpur.
“Genau wie wir uns im Verlauf der Jahre als Lieferant weiterentwickelt haben, entwickelten und vergrößerten sich auch unsere Kunden. Ihre Ansprüche an uns als Komplettlieferant sind gewachsen. Ihre Märkte expandierten von lokalen Märkten zu ASEAN-übergreifenden bis zu weltweiten Märkten. Sie stellen immer höhere Ansprüche an die Zuverlässigkeit und Effizienz der georderten Maschinen. Diese Marktkräfte sind ein ständiger Motor für uns, der unsere Innovationen vorantreibt und immer effizientere und technisch ausgereiftere Produktionsanlagen für die Holzwerkstoffindustrie hervorbringt“, fasst Henning Gloede zusammen.
Herausforderungen – die neue Generation
Thailand, Malaysia und Vietnam haben sich zu Hauptlieferanten von Holzwerkstoffplatten entwickelt. Die Anlagen sind hochmodern und werden von jüngeren Angestellten betrieben. Unsere Erfahrung zeigt, dass auch unsere Kunden und deren Angestellte einen Generationswechsel durchlaufen. Dieser geht einher mit dem Bedarf nach neuen Fertigkeiten für den immer steigenden Automatisierungsgrad unserer Produktionsanlagen.
Die Mechaniker und Elektriker sind weiterhin wichtig für den Betrieb und die Wartung von Holzwerkstoffanlagen, allerdings übernimmt eine neue Generation von höher qualifizierten Mechatronikern und Elektronikspezialisten zunehmend den Betrieb der Anlagen. Dies bedarf nicht nur eines höheren lokalen Bildungsstandards in Schulen und Universitäten, sondern auch einer besseren Schulung für das Bedienpersonal unserer Kunden über die neuen Automatisierungsstandards unserer Maschinen. Diese Schulung findet normalerweise während der Montage-, Installations- und Inbetriebnahmephase der Siempelkamp-Maschinenlieferungen statt. Sie muss während der folgenden Jahre ständig aufgefrischt und auf den neusten Stand gebracht werden. Siempelkamp erbringt diese Dienstleistungen bei der Ausbildung direkt am Arbeitsplatz während der Montage, aber auch in der Siempelkamp-Akademie in Deutschland. „Beide Optionen stehen auf Wunsch und nach Bedarf unserer Kunden zur Auswahl“, berichtet Henning Gloede.




