« Zurück zur Übersicht 04.12.2025

ERSTER NASS-ELEKTROFILTERAUFTRAG FÜR SIEMPELKAMP ENERGY & DRYING SOLUTIONS GMBH

Die Siempelkamp Energy & Drying Solutions GmbH (Siempelkamp EDS) verzeichnet ihren ersten Auftrag über einen Nass-Elektrofilter für den europäischen Standort eines Kunden. Siempelkamp EDS realisiert mit diesem Auftrag ein anspruchsvolles Gesamtprojekt, betreut vom eigenen Umwelttechnik-Kompetenzzentrum in Kaiserslautern.

Nass-Elektrofilter (WESP)

Das Projekt umfasst die komplette Lieferung, Montage und Inbetriebnahme des Systems. „Mit dem Einstieg in die eigene Entwicklung und Lieferung von Nass-Elektrofiltern reagieren wir auf die steigende Nachfrage nach Abluftreinigungssystemen. Diese erreicht uns im aktuellen Projekt aus der Mineralwolle-Industrie, nimmt aber auch in der Holzwerkstoffindustrie und zahlreichen weiteren Industrien einen großen Stellenwert ein“, beschreibt Carsten Otto, Vertriebsleiter Siempelkamp EDS.

Die Eigenentwicklung von Nass-Elektrofiltern basiert auf der Kompetenz des 2022 etablierten Umwelttechnik-Zentrums der Siempelkamp EDS in Kaiserslautern. Hier bündelt Siempelkamp seit 2022 die Expertise eines auf die Umwelttechnik spezialisierten Teams, das auch ehemalige EWK Umwelttechnik-Mitarbeitende einbindet.  Zum Leistungsspektrum gehören die Lieferung und Planung umwelttechnischer Neuanlagen ebenso wie Service, Ersatzteile und Umbauten für bestehende Systeme von EWK und Valmet. „In Kaiserslautern setzen wir unsere Strategie fort, integrierte sowie stand-alone-Umwelttechniklösungen aus eigener Entwicklung anzubieten. Nach dem erfolgreichen Einstieg in die Trocken-Elektrofiltertechnik folgt mit dem Nass-Elektrofilter nun der nächste Schritt – und das sogleich mit einem Großauftrag“, so Patrick Ohlenschläger, Standortleiter Kaiserslautern.

Der Nass-Elektrofilter (englische Kurzform WESP) wird in diesem neuen Projekt zur Behandlung der Ablüfte aus Formstraße, Härteofen und Kühlzone zweier Mineralwolle-Produktionslinien eingesetzt. Er erfüllt strenge Emissionsgrenzwerte gemäß BREF-Vorgaben, insbesondere für Partikel, Gesamt-C, Phenol und Formaldehyd.

Die Ausführung erfolgt als zweigeteilte WESP-Einheit mit umfangreicher Ausstattung, ist CE-zertifiziert und erfüllt die Anforderungen der hohen Qualitätsstandards des Kunden für Sicherheit, Automation und Dokumentation. Die Installation ist für April 2026 geplant, die Inbetriebnahme für den Herbst 2026. „Wir freuen uns sehr über dieses Projekt und das Vertrauen unseres Kunden – unser gesamtes Team geht mit vollem Einsatz an die Realisierung“, so Carsten Otto.

Nassfilter-Technologie für die Holzwerkstoffindustrie: Vorteile und Perspektiven

Die Umwelttechnik als großes Ganzes wie auch die Nass-Elektrofiltertechnik haben bei Siempelkamp EDS ihren Ursprung in den Bedarfen der Holzwerkstoffindustrie. Das Unternehmen verfügt über langjährige Erfahrung im Bereich der Span-, OSB- und MDF-Trockner und deren Abluftbehandlungssystemen. Nass-Elektrofilter werden für die Trocknerabluft benötigt; die technische Lösung der Siempelkamp EDS beinhaltet eine integrierte dreistufige Prozesswasseraufbereitung mit optionaler Wärmeauskopplung. Holzwerkstoffproduzenten profitieren von einer modernen Wasseraufbereitung – das Flotationssystem ist mit einem vorgeschaltetem Schleifenreaktor zur Reinigung von Umlaufwasser aus der Nassreinigung ausgestattet. Dieses Konzept ersetzt die bisherige wartungsintensive Zentrifuge (Dekanter) und trägt maßgeblich zur Prozesseffizienz bei.

Die Energieintegration trägt zu einer höheren Wirtschaftlichkeit der Anlage bei, die Amortisationszeiten der Wärmerückgewinnungs-Systeme sind relativ kurz – besonders relevant für holzverarbeitende Betriebe angesichts ihres hohen Energiebedarfs. Auch die Synergien zwischen ökologischen und ökonomischen Aspekten sind beachtlich: „Unsere Nass-Elektrofilter erschließen unseren Kunden eine ideale Kombination aus Emissionsminderung, Energieeinsparung und Wasseraufbereitung, speziell abgestimmt auf die Anforderungen der Holzwerkstoffindustrie“, erläutert Patrick Ohlenschläger. Die Systeme und Komponenten sind auch in bestehenden Holztrocknungs- und Pressenanlagen nachrüstbar. Sie eignen sich auch für Biomasseanlagen wie z. B. die Trester-und die Zuckerrübenschnitzeltrocknung , die Abfallverwertung, die Pelletndustrie und viele mehr.

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