Siempelkamp News

12.02.2016 | 

Siempelkamp treibt Internationalisierung voran

Krefeld, 12.02.2016. Der Krefelder Siempelkamp-Konzern stellt sich in Zukunft internationaler auf und wird seine ausländischen Produktionsstandorte stärker nutzen. Siempelkamp reagiert damit auf neue Wettbewerbssituationen und die Abschwächung ursprünglich starker Märkte, wie Russland und Brasilien. Der Standort Krefeld bleibt das „Herz und Hirn“ von Siempelkamp.


Siempelkamp Firmenhauptsitz in Krefeld

In den letzten Jahren baute Siempelkamp konsequent seine Fertigungsstätten in Tschechien und China international aus. Bestandteil dieser Internationalisierung ist zudem das weltweite Netzwerk der Vertriebs- und Servicegesellschaften.

Die im Oktober 2015 neu in Betrieb gegangene Großfertigung im chinesischen Qingdao wird zukünftig wesentlich intensiver für die Herstellung von Großteilen für den Pressenbau genutzt werden. „Wir werden da produzieren, wo unsere Kunden sind“, betont Dr. Hans Fechner, Sprecher der Geschäftsführung der G. Siempelkamp GmbH & Co. KG, am 12.02.2016 anlässlich einer Pressekonferenz in Krefeld. „Ferner werden wir die Fertigung im tschechischen Blatnice deutlich ausbauen, um auch zukünftig zu wettbewerbsfähigen Preisen produzieren zu können.“

Investitionen im In- und Ausland

Mit diesen Maßnahmen wird Siempelkamp künftig die Marktposition und die Technologieführerschaft insbesondere in der Holzwerkstofftechnik und der Metallumformung stärken und ausbauen. Dazu zählt insbesondere der Ausbau der Geschäftsaktivitäten im Zukunftsmarkt China.

In der Folge wird Siempelkamp in Deutschland in 2016 und 2017 insgesamt 350 Stellen streichen.

„Komplexe Technologien und Betriebsgeheimnisse verbleiben hier in Krefeld bzw. an den anderen Standorten in Deutschland“, erläutert der Siempelkamp-Geschäftsführer weiter.

Neben der Aufwertung ausländischer Produktionsstandorte stärkt Siempelkamp zusätzlich auch den Standort Deutschland nachhaltig: Am Standort Bad Kreuznach entsteht ein modernes Logistik- und Servicezentrum für die weltweite Ersatzteilversorgung der Siempelkamp-Kunden.

Strukturelle Anpassungen im Inland

Im Geschäftsbereich Gießerei erfolgen notwendige strukturelle Anpassungen an die derzeitige konjunkturelle Lage. Die Gießerei leidet unter der Embargo-Politik gegenüber Russland und dem russischen Gegenembargo. Ferner führen drastisch gefallene Rohstoffpreise zu einem Rückgang des Geschäftes im Bereich Mining. Die generelle Schwäche der BRIC-Staaten führt dazu, dass Kunden Investitionen auf unbestimmte Zeit verschieben. Diese Entwicklungen wirken sich unmittelbar auf das Gießereigeschäft aus. „Wir sehen auf absehbare Zeit keine Verbesserung der Situation, sodass wir nun reagieren müssen.“, sagt Hans Fechner. Von der ungünstigen Entwicklung des Gießereigeschäftes ist die Siempelkamp Maschinenfabrik unmittelbar betroffen. Auch hier wird die Anzahl der Arbeitskräfte reduziert.

Im Geschäftsbereich Engineering und Service werden weitere Anpassungen notwendig. Der Atomausstieg der Bundesregierung und die damit verbundenen veränderten Aufgaben haben dazu geführt, dass weniger Mitarbeiter am Standort Deutschland benötigt werden. Die Großbehälterfertigung in Mülheim/Ruhr hat sich stabilisiert – jedoch auf niedrigerem Niveau.

In den USA läuft das Geschäft um den Rückbau von Kernkraftwerken deutlich besser: Erst kürzlich absolvierte Siempelkamp mit der erfolgreichen Zerlegung der Reaktordruckbehälter des Kernkraftwerkes Zion am Lake Michigan den größten Rückbau in der US-Atomgeschichte. Die Siempelkamp NIS-Ingenieursgesellschaft in Alzenau erwartet nach diesem Erfolg weitere Rückbaufolgeaufträge aus den USA, so Fechner.

Internationalisierung schreitet voran

„Hiermit setzen wir die Strategie um, die wir bereits lange angekündigt haben – die Internationalisierung des Technologiekonzerns Siempelkamp. Die Rahmenbedingungen der Weltwirtschaft haben die Notwendigkeit dieses Schrittes bestätigt. Siempelkamp ist nach wie vor Technologieführer in vielen Schlüsselmärkten und wird dies auch bleiben. Das `Herz und Hirn‘ Siempelkamps bleibt hier in Krefeld“, erklärt Hans Fechner abschließend.


Kontakt

Christian Hassler
Marketing & Communication
 

Siempelkamp Maschinen- und Anlagenbau GmbH
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